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Da wollen wir lieber mal nicht drüber reden!

"Spielen ist doch nur etwas für Kinder" und "Das wird bestimmt langweilig" oder "Worauf habe ich mich da nur eingelassen?". Das waren alles Sätze, die ich aus bestimmten Gesichtern abzulesen meinte.

Dabei hatten wir gemeinsam beschlossen, gegen Ende des Schabbats einen Spieleabend zu veranstalten. Und die, die bei der Entscheidung nicht dabei gewesen waren, mussten halt mitmachen, zur Strafe dafür, dass sie nicht da gewesen waren. Naja, aber zwingen kann man keinen. Und trotzdem ließen sich diejenigen zwingen und sahen dabei auch noch gezwungen aus. Das geht ja wohl gar nicht!

Da hilft nur eins: spielen, gespielt werden und spielen lassen.

Uns los ging es. Am Anfang stehen immer eine lange Reihe von Erklärungen und Klärungen. Spielregeln werden so und anders aufgefasst und wer mit wem in einer Gruppe ist, muss auch aufgeteilt werden. Wir lösten dies über Lose.

Und schon befanden wir uns in einem Gewirr von Malereien, Pantomimischem und Worten. Es wurde gelacht, rumgealbert und rumgeschrien- schließlich wollte jeder gehört werden.
Doch das war nur der Anfang.

Nach dem Beginn startete der Kampf der Geschlechter. Frauen sind nun einmal wendiger im Denken und Rüberbringen, was sie denken. Das scheint in ihrer Natur zu liegen. Männer sind da manchmal etwas schwerfälliger. Und das sage ich nicht, weil ich eine Frau bin, sondern weil wir es gestern abend erprobt haben. Abgesehen davon waren die Männer mit uns einer Meinung. Einige hatten unsere zuweilen fast sprachlose Kommunikation schon erlebt und unterstellten uns unfaire Mittel und Wege. Was sollten sie auch tun? Zugeben, dass Frauen gerade unter Zeitdruck schneller denken und reden können?

Doch wir Frauen sind ja nicht so: wir geben auch Männern eine Chance. Mindestens eine, wenn nicht sogar zwei. So kam es, dass wir uns beim Erklärspiel "Tabu" in eine sechsköpfige Männergruppe und eine fünfköpfige Frauengruppe unterteilten und den Wettkampf antraten.

Es wurde immer genaustens kontrolliert, ob auch die richtigen Worte gebraucht wurden. Jeweils eine Frau überwachte die Erklärungen der Männer und ein Mann die Erklärungen der Frauen. Unser bester Freund wurde das Geräuschkissen, auf welches der jeweilige Kontrolleur drücken durfte, um Fehler kundzutun. Manch einer drückte auch bei anderen Gelegenheiten darauf und zog damit böse Blicke auf sich.

Der erste Durchgang kam scheinbar trotz allem vollkommen unvorbereitet für die Männer: die weibliche Seite gewann mit dreizehn Schritten Vorsprung. Allerdings waren die Spielregeln die einfacheren als bei der Revancherunde: es durften Karten erklärungslos beiseite gelegt werden, ohne eine Strafe zu kassieren. Die zweite Runde war schon anderer Qualität, für jedes falsche Wort und jede unbearbeitete Karte gab es Minuspunkte. Wie war die Freude groß, wenn mal jemand danebengriff und es Rückschritte gab.

Und da geschah es: die Männer gewannen mit zwei Schritten Vorsprung. Was für eine Genugtuung, zu wissen: wir sind mindestens genauso toll wie ihr!

Die Frauen gönnten es den Männern, denn schließlich geht es ums Spiel und nicht ums Gewinnen, oder wie war das noch?

Vielleicht muss noch erwähnt werden, dass diverse männliche Mitspieler (möglicherweise waren es diejenigen gewesen, die dem Spielen eher skeptisch gegenüber gestanden hatten.. wer weiß..) großen Spaß beim Erklären hatten, dabei allerdings vergaßen, ihren Mund aufzutun und lieber mit Hand, Fuß, Kopf und anderen Methoden versuchten, verstanden zu werden. Nicht zu vergessen die geheimen Zeichen, die die Frauen für jedes nur mögliche Wort sich ausgedacht hatten, so dass sie schneller raten konnten als die anderen. Nachgewiesen werden konnte ihnen allerdings nichts von alledem, so müssen die Männer für immer in Unwissenheit über die Schummel-Machenschaften der Frauen ruhen.
Das eine oder andere Wort ging durch, ohne dass es verstanden wurde: aus "Kauz" wurde "Kauen" mit dem letzten Buchstaben des Alphabets, aus den legendären "Musketieren" wurden einfach Tiere mit Muskeln und von "ein Mensch" kam man auch schon einmal plötzlich auf "Lächeln".

Eines, was wir an diesem Abend lernten, war: Frauen ist nichts unmöglich, wenn sie Tabu spielen. Männern allerdings auch nicht.

24.6.07 12:08
 


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